O’Reilly steigert eBook-Verkäufe um 104%

13. Februar 2010 Hinterlasse einen Kommentar

Bereits an der TOC-Konferenz 2009 hat Andrew Savakis behauptet, dass DRM (= digital rights management) die Verkäufe von eBooks nur unnötig behindert. Vor 18 Monaten hat deshalb O’Reilly konsequent auf DRM verzichtet und in dieser Periode die Verkäufe offenbar um 104% gesteigert:

During the past 18 months we’ve seen a dramatic shift in customer preference from print to digital when looking at sales from oreilly.com, which is a substantial sales channel for us. And looking across all of our sales channels for individual ebooks — including mobile apps — 2009 ebook revenue was up a staggering 104% on 2008 (which was more than 50% above 2007). (Quelle: boingboing.net)

Was mich in diesem Zusammenhang interessieren würde: wie haben sich die Print-Verkäufe der Bücher entwickelt? Und liegt diese Steigerung vielleicht auch einfach an einer generell gestiegenen Akzeptanz und Popularität von eBooks?

«Medienausweitung» als Trendthema für 2010

13. Februar 2010 Hinterlasse einen Kommentar

In einem sehr lesenswerten Artikel beschreibt Verlagsberater Erhardt F. Heinold die Trendthemen 2010 und nimmt dabei auch Stellung zum Thema «Medienausweitung»:

Je mehr Medienversionen es von einem Produkt oder einer Medienmarke gibt, um so besser. Die Frage ist nicht mehr: Print, E-Book oder iPhoneApp. Der Erfolg von O’Reilly (siehe Vortrag von Andrew Savakis) zeigt: Wer alle Formate gleichzeitig anbietet, gewinnt Kunden. Zumindest beim Produktverkauf gilt: Kannibalisierung ist ein Denken von gestern (im Anzeigenbereich ist das teilweise anders – vor allem im Rubrikengeschäft). Mehr Formate und mehr Medien bedeuten mehr Kunden, also eine Marktausweitung. Buchverlage haben das schon lange gewusst und einen Text in unterschiedlichen Varianten verlegt (Taschenbuch, Hardcover, Schulausgabe, Luxusausgabe, Gesamtausgabe, Hörbuch etc.). Damals hat keiner von Kannibalisierung gesprochen… sie werden lernen, dass dieser Marktmechanismus auch im digitalen Zeitalter gilt. (Quelle: buchreport, full article: http://bit.ly/d7QvPP)

Was uns die Musikbranche gelehrt hat…

12. Februar 2010 Hinterlasse einen Kommentar

Was Seth Godin in einem Vortrag im Januar 2008 über die Musikindustrie gesagt hat, trifft wohl auch  für die Verlagsbranche zu:

Things you can learn from the music business (as it falls apart):
The new thing is never as good as the old thing, at least right now. Soon, the new thing will be better than the old thing will be. But if you wait until then, it’s going to be too late.  Feel free to wax nostalgic about the old thing, but don’t fool yourself into believing it’s going to be here forever. It won’t.

Apple hält iPad-Preise «beweglich»

10. Februar 2010 Hinterlasse einen Kommentar

Wie das Wall Street Journal berichtet, haben sich Apple-Manager  in einem Analystengespräch mit Bankern der Credit Suisse dahingehend geäussert, dass man bezüglich Preisgestaltung beim iPad “beweglich” bleiben wolle. Im Klartext heisst das wohl, dass man bereit ist, die Preise nach unten anzupassen, wenn die Einstiegsverkäufe unbefriedigend sind. Zum Thema «Kannibalisierung» anderer Apple-Produkte wie iPhone, iPod oder MacBook äusserten sich die Apple-Executives gemäss CS-Chefanalyst Bill Shope wie folgt:

Apple wants the iPad to be the best device for a few key use cases. For instance, the company believes it could eventually be seen as superior to both handheld and notebook devices for browsing the Internet, using the App Store, and consuming mobile media (video, photos, and e-books). Nevertheless, in other areas, notebooks, the iPhone, or an iPod may be more appropriate. This clear segmentation of capabilities suggests that cannibalization may be less of a concern than most currently believe.

(Quelle: The Wall Street Journal)

Agency-Modell für iPad

6. Februar 2010 Hinterlasse einen Kommentar

Nach Macmillan stemmt sich nun auch die zweite große Verlagsgruppe gegen das Niedrigpreis-Diktat von Amazon. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet,  hat Hachette in einem öffentlichen Brief bekannt gegeben, dass die eigenen E-Books künftig auf der Grundlage eines Agency-Modells verkauft werden sollen. Dieses Agency-Modell sieht vor, dass die Verleger den Verkaufspreis für E-Books bestimmen. Mehreren Berichten zufolge bietet Apple Verlegern ein solches Modell an. Zu Details schweigt Apple jedoch. ”Das Agency-Modell erlaubt uns, vernünftige Preisentscheidungen zu treffen, die den Wert eines Werkes widerspiegeln”, zitiert Reuters den Vorstandsvorsitzenden von Hachett, David Young. (Quelle: Reuters / Börsenblatt)

iPad mit eigenem Kopierschutz

5. Februar 2010 Hinterlasse einen Kommentar

Das iPad ist ein geschlossenes System. Mit dem E-Book-Format von Kindle kann es schon mal gar nichts anfangen. Aber auch digitale Bücher in dem von Apple genutzten EPUB-Format bleiben erst mal außen vor, weil der iPad-Hersteller einen anderen Kopierschutz verwenden will. Bislang wird für EPUB-Bücher meist eine DRM-Technik (Digital Rights Management) von Adobe verwendet, die bei E-Book-Readern wie denen von Sony das massenhafte Weiterverbreiten des elektronischen Buchs verhindern soll.

Apple hat zwar noch keine näheren Angaben zu seinem Kopierschutz gemacht – aber bei Adobe heißt es, beim iPad komme das Adobe-System nicht zum Einsatz. Beim iTunes Store verwendet Apple bereits eine eigene Kopierschutztechnik, die wohl ohne großen Aufwand auch auf den iBook Store übertragen werden könnte.

Wer also jetzt schon eine Sammlung von E-Books besitzt und diese gern auf dem iPad lesen will, befindet sich in einer schwierigen Situation. Dies ist so, als wenn man bei der Anschaffung einer neuen Stereo-Anlage alle Musik-CDs neu kaufen müsste…

(Quelle: Peter Svensson, APD)

Kommt jetzt auch noch das Google-Tablet?

4. Februar 2010 Hinterlasse einen Kommentar

Wie Dirk Rumberg in seiner «Buchmarkt»-Randnotiz schreibt, gibt es Indizien dafür, dass demnächst aus dem Duell von Apple (iPad) und Amazon (Kindle) ein Dreikampf werden könnte. So hat Google offenbar in den vergangenen Wochen Veränderungen an der Oberfläche seiner Buch-Suche books.google.de/booksvorgenommen, die es durchaus wahrscheinlich erscheinen lassen, dass Google als Verkäufer  oder auch als (bezahlter) Agent mitmischen will. Nachdem Google schon mit dem Android an Apples iPhone anknüpfen will, ist vermutlich auch Hardware keine abwegige Vermutung… (Quelle:http://www.techcrunch.com/2010/02/01/google-tablet-photos/)

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